Das Buch: Der Freihandelskrieg

Von der neoliberalen zur zivilisierten Globalisierung / Eine Perspektive für Vollbeschäftigung

Ein Artikel im Kompendium der marktwirtschaftlich-sozialökologischen Ökonomik

Zentrale Fragen angesichts der neoliberalen Krise:
Wie sind Beschäftigung und faire Einkommen zu sichern?
Wie kann die Umwelt effektiv geschützt werden?
Wie ist die wirtschaftliche Globalisierung zu gestalten?
Welchen Beitrag kann die Wirtschaftswissenschaft leisten?
Welche Aufgaben muss die Wirtschaftspolitik wahrnehmen?
Wie ist die Wirtschaftspolitik demokratisch zu legitimieren?

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Inhaltsverzeichnis

  1. Überblick
  2. Das Buch
  3. Bezugsquellen des Buches
  4. Die Verlagsankündigung
  5. Das Inhaltsverzeichnis
  6. Die Einleitung als Leseprobe

1. Überblick

Führt uns der gegenwärtige Freihandel mit seinen »naturgesetzlichen Zwängen« tatsächlich in eine bessere Welt? Oder ist »Freihandel« nur eine beschönigende Umschreibung für den Eigennutz globalwirtschaftlicher Akteure? In diesem Buch wird mit ökonomischem Scharfblick analysiert, wie der Wettbewerb auf »liberalisierten« globalen Märkten unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstört. Und es wird ein Weg in eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung skizziert. Dieses Buch ist ein einzigartiger Leitfaden zur Umkehr aus der neoliberalen Sackgasse.

2. Das Buch

Gerd Zeitler
Der Freihandelskrieg
Von der neoliberalen zur zivilisierten Globalisierung
Eine Perspektive für Vollbeschäftigung

Verlag: Monsenstein & Vannerdat
Edition Oktopus
392 Seiten, Softcover
ISBN 978-3-86582-376-2

3. Sie können mein Buch als Taschenbuch
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4. Die Verlagsankündigung

Immer mehr Menschen werden vom Wirtschaftsleben ausgeschlossen. Armut und Zukunftsangst breiten sich aus. Ist die »Liberalisierung« der Märkte tatsächlich historisch zwingend und alternativlos? Und führt uns der neoliberale Freihandel tatsächlich in eine bessere Welt? Oder ist »Freihandel« nur ein Euphemismus für eigennützige Markteroberungen globalwirtschaftlicher Akteure? In diesem Buch wird mit ökonomischem Scharfblick analysiert, wie unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen im Streben nach wirtschaftlicher Hegemonie zerstört werden, und wie marktwirtschaftliche und schließlich auch demokratische Prinzipien ausgehöhlt werden. Wie die menschliche Arbeit – zum Kostenfaktor degradiert – einem anarchischen globalen Wettbewerb geopfert wird und die Wirtschaft schließlich unter dem Kostendruck unkontrollierten Dumpings in einen Teufelskreis der Selbstzerstörung gerät. Trotz allem, in diesem Buch geht es nicht um Anklage oder Schuldzuweisung. Vor dem Hintergrund des neoliberalen Irrweges skizziert der Autor einen Weg in eine zukunftsfähige regionale und globale Wirtschaftsordnung. Eine Ordnung, die sich auf dezentrale Eigenständigkeit und Vielfalt gründet, die förderlichem Wettbewerb und nutzbringendem Außenhandel verpflichtet ist, und die vor allem eine Perspektive für Vollbeschäftigung bietet. Dieses Buch ist ein Bekenntnis zu Marktwirtschaft und Demokratie und ein einzigartiger Leitfaden zur Umkehr aus der neoliberalen Sackgasse.

5. Das Inhaltsverzeichnis

VORWORT  7 (Seitenangabe)

I. EINLEITUNG  11
Rückblick:
Die industriellen Akteure nutzen ihre historische Chance  14
Ausgangslage:
Entgrenzte Märkte, schwindende Demokratie  18
Aussichten:
Der Weg in eine demokratisch legitimierte Ordnung  33

II. NEOLIBERALISMUS
Ursachen, Folgen, Folgerungen
Überblick:
Mit doktrinärer Programmatik in die Selbstzerstörung  49
Die gesellschaftliche Entwicklung:
Ein Blick auf und hinter die Statistik  54
Offene Finanzmärkte,
Standortwettbewerb und Kostenverlagerung  60
Die Mär vom
Wohlstand durch vollständige Spezialisierung  85
Freihandel und Anarchie:
Eine zwangsläufig teuflische Symbiose  99
Der Ruf nach Wachstum
als Deckmantel eigennütziger Expansion  121
Faktor Arbeit unterm
Kostenjoch des Verdrängungswettbewerbs  147
Drohende Eskalation:
Dienstleistungen im Visier von EU und WTO  167
Der unterbundene
Handel mit Wissen und geistigem Eigentum  178
Die öffentliche Daseinsvorsorge:
Neues Objekt industrieller Begierde  184
Technologische Fixierung:
Eine trügerische Zukunftssicherung  192
Notgedrungen:
Missmanagement infolge industrieller Gigantomanie  201
Landwirtschaft zwischen
lokalem Auftrag und globaler Verlockung  205
Entwicklungsländer
am Gängelband von Industrie und WTO  212
Wie die Bevölkerungsentwicklung
instrumentalisiert wird  216
Zusammenfassung:
Der neoliberale Teufelskreis und seine Folgen  225

III. PRINZIPIEN WIRTSCHAFTLICHER ORDNUNG
Vision selbstbestimmter Binnen- und Außenwirtschaft
Vorbemerkungen  237
Prinzipien regionaler Ordnung  239
Prinzipien globaler Ordnung  273

IV. SCHRITTE ZUR UMSETZUNG
Vom Verdrängungs- zum Wissenswettbewerb
Vorbemerkungen  285
Phase 1: Vorbereitende Maßnahmen  291
Phase 2:Dezentralisierung der Wirtschaft  296
Phase 3:Umstellung des Außenhandels  305
Phase 4:Abschließende Maßnahmen  307

SCHLUSSBEMERKUNG  311
ANHANG
Glossar wirtschaftlicher Begriffe  313
Eine Auswahl von Scheinargumenten  379
Quellennachweis  389
Literaturempfehlungen  391

6. Die Einleitung als Leseprobe

Seit Jahrtausenden betreiben die Menschen Handel miteinander. Bewegt von der Hoffnung auf Reichtum und Wohlstand haben sie ihre wirtschaftlichen Beziehungen immer vielfältiger und weiträumiger gestaltet. Aber die Hoffnung auf Handelsgewinne hat sich nur selten für alle Beteiligten erfüllt – die Gefahr, übervorteilt, ausgebeutet oder gar erobert zu werden, war und ist allgegenwärtig. Die Völkergemeinschaft hat erst spät erkannt, dass friedliche und fruchtbare Beziehungen nur auf der Grundlage allseits anerkannter Verhaltensnormen gedeihen können. So bedurfte es der schlimmen Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, um eine erste Einmütigkeit zu erzeugen, aus der dann immerhin so bedeutende Erklärungen wie die Satzung des Völkerbundes und – nach dem Zweiten Weltkrieg – die Charta der Vereinten Nationen hervorgegangen sind.

Seither haben sich die internationalen Beziehungen unerwartet vielschichtig weiterentwickelt, getragen von überzeugenden staatlichen wie auch von engagierten zivilen Bekenntnissen. Der in den vergangenen 60 Jahren entstandene Grundkonsens für ein gedeihliches Zusammenwachsen der Welt äußert sich am augenscheinlichsten in der hohen Wertschätzung, die den humanitär tätigen Organisationen der Vereinten Nationen und auch dem Internationalen Gerichtshofs entgegengebracht wird.

Aber damit ist die Gefahr ausbeuterischer Beziehungen noch nicht aus der Welt. Das beweisen die wenig erfreulichen Auseinandersetzungen in den für Wirtschaft zuständigen Institutionen – insbesondere in der in Genf ansässigen Welthandelsorganisation (WTO), die eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen ist und sich als Gralshüter einer neuartigen Freihandelsdoktrin versteht. Nach eigenem Verständnis ist sie angetreten, den Traum vom Wohlstand für alle Menschen nun ein für alle Mal zu verwirklichen. Allerdings ist sie in der Praxis weit davon entfernt, dieses Versprechen einzulösen. Hinter den hektischen Bestrebungen, den Freihandel weltweit durchzusetzen, werden eigennützige finanzwirtschaftliche und industrielle Interessen sichtbar, die in immer größeren Widerspruch zu den sozialen und ökologischen Verpflichtungen der Mitgliedsländer geraten. Die Verhandlungsführer in der WTO sehen sich deshalb zunehmend zwischen privatwirtschaftlichen und öffentlichen Interessen eingeklemmt.

Gleichzeitig verfestigt sich unter kritischen Beobachtern der Eindruck, dass sich der Konflikt in der WTO niemals zum allseitigen Vorteil wird lösen lassen. Alles deutet darauf hin, dass es unter dem machtvollen Druck privatwirtschaftlicher Interessen am Ende nur Verlierer geben wird. Immer eindringlicher wird gefragt, inwieweit die neue Massenarbeitslosigkeit und Armut in den alten Industrieländern und der Stillstand in den Entwicklungsländern, aber auch der globale Klimawandel, Folgen des Freihandels und des damit einhergehenden ungehemmten Zugriffs globaler Akteure auf das natürliche Kapital der Menschheit sind. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die Arbeit der WTO und die Wirtschaftspolitiken ihrer Mitgliedsländer in einer zusehends aufgeklärten Öffentlichkeit auf immer größere Vorbehalte stoßen.

Die Aufgeklärtheit der globalen Zivilgesellschaft bewegt sich allerdings noch weit unterhalb der kritischen Masse, die notwendig wäre, um die in der allgemeinen Bevölkerung verbreitete Gleichgültigkeit und gespaltene Einschätzung gegenüber der Freihandelsdoktrin zu überwinden. Die Fortschritte sind gering, weil der Protest nur von wenigen privaten Initiativen und Organisationen getragen wird und über das Stadium von Wut und Empörung nicht hinauskommt. So wichtig diese erste Protestwelle auch ist, sie wird diffus und wirkungslos bleiben, wenn es nicht gelingt, die eigentlichen ökonomischen Ursachen und ihre Überwindung zum Thema der kritischen Auseinandersetzung zu machen und zugleich breitere öffentliche Resonanz zu erzeugen. Solange aus Wut und Empörung nicht schlagende Argumente erwachsen, wird die gleichgültige Mehrheit weiterhin die Funktion eines »demokratischen« Steigbügelhalters für den von eigennützigen Interessen getriebenen Freihandel erfüllen.

Dass die Aufklärung der Öffentlichkeit so schleppend vorankommt, ja systematisch untergraben wird, ist vor allem der Indoktrination zuzuschreiben, die finanzwirtschaftliche und industrielle Interessenverbände betreiben. Sie bedienen sich dabei einer sehr wirkungsvollen Taktik der gleichzeitigen verbalen Beschönigung und Verteufelung, in deren Mittelpunkt so gegensätzliche Schlagworte wie »Liberalisierung« und »Protektionismus« stehen. Mit dem Euphemismus »Liberalisierung« wird äußerst geschickt auf die bürgerlichen Freiheiten angespielt, die dem Begriff eine unwiderstehlich positive Ausstrahlung verleihen und das politische Klima schaffen, um wirtschaftliche Normen im Namen der Freiheit außer Kraft zu setzen und den globalen Akteuren eine gesetzesfreie Sphäre zuzubilligen. Der Begriff »Protektionismus« wird passgenau als Gegenstück eingesetzt, um sinnvolle Schutzmaßnahmen im Außenhandel wie etwa feste Wechselkurse, Kapitalverkehrskontrollen, Zölle und Handelskontingente zu diffamieren und negative Vorstellungen von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Abschottung zu wecken. Das Zusammenwirken beider Schlagworte ist wesentlich dafür verantwortlich, dass sich eine Auffassung mehrheitlich behaupten kann, die der absoluten Freiheit der wirtschaftlichen Akteure, speziell ihrem Agieren außerhalb nationalstaatlicher Normen und Gesetze, den Rang eines universellen Grundrechts einräumt und wirtschaftspolitische Regelungen als hinderlich und überflüssig einstuft.

Keine Frage, dass dem weltweiten Austausch und Handel, aber auch der sonstigen globalen Zusammenarbeit, mit den Parolen von »Liberalisierung« und »Protektionismus« ein schlechter Dienst erwiesen wird. Zusätzlich verstärkt wird die indoktrinierende Wirkung noch durch eine zweifelhafte Anleihe beim angelsächsischen Wirtschaftsliberalismus des achtzehnten Jahrhunderts. Der historische Rückbezug gipfelt in der vermessenen Auslegung, die Menschheit sei nun endlich in ein neues globales Zeitalter eingetreten, in dem die beschwerliche Entwicklung und Durchsetzung weltweit gültiger Normen durch die normative Kraft des globalen Freihandels abgelöst werde.

Im Zuge der neuartigen Entwicklung taucht Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erstmals der Begriff Globalisierung auf. Zunächst noch allgemein für alle Prozesse internationaler Verflechtungen verwendet, schrumpft die Bedeutung des Begriffs in der Öffentlichkeit allerdings aufgrund des zunehmenden Welthandels und seiner Auswirkungen schnell auf seine wirtschaftliche Komponente zusammen. Als Mitte der neunziger Jahre die kritische Auseinandersetzung mit den liberalistischen Grundsätzen der Entwicklung einsetzt, wird von den Kritikern schließlich der Begriff »neoliberale Globalisierung« geprägt.

Welche Kräfte für die in der Geschichte beispiellose globale Dimension wirtschaftlicher »Liberalisierung« bestimmend waren und noch immer sind, erschließt sich aus den Ereignissen seit dem Zweiten Weltkrieg …

Über die obigen Links können Sie online an beliebigen Stellen des Buches weiterlesen oder das Buch online als Taschenbuch oder E-Buch bestellen!

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